Onlinehandel – Die Zukunft des Handels

Frankreich, Schweden und die Niederlande haben bereits eine solche Steuer eingeführt. Die neue Steuer sieht vor, dass Unternehmen, die beim Handel mit gebrauchten Gegenständen über Vertriebsplattformen wie zum Beispiel eBay oder Amazon mitmischen und mehr als 25 Euro Umsatz pro Jahr erzielen, zur Kasse gebeten werden. Die Einnahmen dieser Steuer sollen in Bildung investiert werden.

Die Unternehmer im Internet stehen der Steuer kritisch gegenüber. Sie glauben nicht an die Wirksamkeit der neuen Abgabe und sehen deren Nutzen für den Fiskus als fragwürdig an. Dennoch folgen einige US-amerikanische Händler dem Vorbild ihrer europäischen Branchenkollegen und setzen auf eine Selbstregulierung.

„Wir sind diejenigen, die der Regierung ihre Einnahmen verschaffen. Wir bieten den Service und liefern die Produkte. Wenn wir nicht mehr da sind, gehen auch die Einnahmen weg“, erklärt Matt Cook, Gründer von Cooks Global Strategies in San Francisco. Seit 2010 betreibt Cooks Global Strategies ein System für den Handel mit gebrauchten Haushaltsgeräten. Mittlerweile ist das Unternehmen auf rund 90 Mitarbeiter angewachsen und verdient an jedem Verkauf über seine Plattform Geld. Dieses Geld investiere er nun in Marketingmaßnahmen, um den Umsatz zu steigern und somit die Steuerlast zu reduzieren.

Auch eBay hat seine Aktionen gestartet und informiert seine Nutzer über das Thema Steuer. „Das ist ein gutes Beispiel für die Selbstregulierung der Branche“, so Cohen.

„Wir müssen es ihnen erlauben“, ergänzt Neal Richter, Vice President des Verbandes der Internet-Händler (Internet Association, IA), der sich in den USA zu einer Lobbygruppe entwickelt hat. „Es ist eine Frage des Handelns und nicht des Wartens. Wir wissen nicht, was die Regierung macht. Wir wissen nur, dass es passieren wird.“

In den Industrieländern werden die Online-Händler bis 2025 einen Anteil von 5,3 Prozent am Gesamtumsatz erreichen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Anteil noch bescheidener: Hier bringen es die Online-Händler auf 0,9 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2025.

Im globalen Schnitt kommen die Händler in Nordamerika (2,7%) und Westeuropa (1,8%) schon jetzt auf einen größeren Umsatzanteil als in Asien (0,6%). Doch das ändert sich: Mit fortschreitender Digitalisierung wird sich der Anteil des E-Commerce an der gesamten Einzelhandelswirtschaft weltweit steigern. So soll der Anteil in Asien bis 2025 auf 1,5% steigen; in Westeuropa auf 3,6%.

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