Die 10 beliebtesten Marken in Deutschland

Der Marktforscher GfK hat im Auftrag von „spreerank“ eine Liste der beliebtesten Marken erstellt. Dabei wurden über 2 Millionen Kunden befragt, wie sie das Image und die Qualität der Produkte und Services bewerteten. Das Ergebnis: An oberster Stelle rangiert die Marke Apple, gefolgt von Samsung, Google und Amazon. Wer nicht überall auf dem Weg zur Arbeit Werbung für diese vier Unternehmen sehen kann, lebt entweder unter einem Stein oder ist blind.

Die 10 beliebtesten Marken der Deutschen:

  1. Apple
  2. Samsung
  3. Google
  4. Amazon
  5. Microsoft
  6. Lidl
  7. Aldi
  8. Deichmann
  9. Otto
  10. Tchibo
  11. Mercedes-Benz
  12. Deutsche Bahn
  13. BMW

Aber: Größe allein ist nicht das einzige Kriterium, mit dem sich die Dominanz des Tech-Konzerns belegen lässt. Es gibt weitere Indizien, und die sprechen für sich: Amazon kontrolliert beispielsweise immer noch einen Großteil des Online-Handels, obwohl der Umsatzanteil des Handels in den USA im Vergleich zu anderen Branchen stark gesunken ist. Die Firma hat auch eine überproportionale Marktmacht im Streaming-Bereich erlangt, da es ihr gelungen ist, 57 Prozent aller Musik-Streamingdienste zu vernichten, seitdem sie 2014 den Online-Musikdienst „Beats Music“ für 400 Millionen Dollar gekauft hat. Und dieser Markt ist ohnehin schon stark konzentriert: Weltweit besitzen nur drei Anbieter eine Marktanteil von mehr als zehn Prozent: Apple mit 17,7 Prozent, Spotify mit 35,1 Prozent und Amazon mit 24,2 Prozent.

Auf die Frage nach der Dominanz von Amazon antwortete das Unternehmen mit einem Hinweis auf die Vielzahl an Anbietern im Online-Handel: „Hier sind wir der führende Anbieter nach Umsatz und der weltweit größte Internet-Shop“, heißt es in dem Brief. Die anderen Kritikpunkte des Kartellsamts seien „offensichtlich unbegründet“.

Amazon ist nicht das einzige Tech-Unternehmen, das den Kartellbehörden Sorgen bereitet – Google etwa steht seit Jahren wegen seiner marktmächtigen Stellung im Fokus der Behörde. Doch in Erklärungsnöten ist Amazon überhaupt nicht: Der Konzern verfügt auch auf dem Gebiet der Technologie über eine überproportionale Marktmacht, die sich im Zusammenspiel mit der für den Online-Handel so wichtigen konstruktiven Inkompatibilität von Amazon-Geräten und Konkurrenzangeboten zeigt.

Ein Beispiel dafür sind die Sprachassistenten Google Home und Alexa von Amazon, die in ihrer Funktion für den Endkunden nahezu identisch sind – beide liefern Informationen rund um Familie, Bekannte, Geschäftskontakte oder Reiseziele. Allerdings ist es vor allem Alexa, die bei technikaffinen Nutzern beliebt ist. Denn Alexa bietet eine Vielzahl an Apps an, mit denen man alle möglichen Aktionen anwenden kann – zum Beispiel Musik abspielen oder bestimmte Informationen abrufen.

Google Home dagegen kommuniziert nur mit Apps, die von Google selbst stammen – und weil sich der Konzern auf diesem Gebiet bisher nicht durch besondere Brillanz hervorgetan hat, werden vor allem Alexa-Apps eingesetzt. Nutzer haben also die Wahl zwischen verschiedenen Sprachassistenten: Der eine bietet mehr Funktionen, der andere kann wesentlich schneller antworten. Die Behörde unterstellt nun – immerhin mutmaßlich -, dass Amazon den Kunden nicht offenlegt, welche Vorteile Alexa in Sachen Antwortzeit gegenüber Google Home hat. Denn erstens ist Alexa erheblich leistungsfähiger als Google Home und zweitens gibt es in Deutschland laut Bundeskartellamt keine entsprechenden Apps für Google Home.

Amazon muss sich nun dazu äußern

Die zuständige Bundeskartellbehörde hat Amazon nun dazu aufgefordert, demnächst Stellung zum Verbotsschein zu nehmen. Man werde die Antwort abwarten und dann entscheiden, ob man den Vorfall öffentlich macht oder nicht, sagte Wettbewerbspräsident Andreas Mundt gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Wir haben am Ende des Tages einen Konsumentenschutz-Bereich.“

Ob es tatsächlich zur Abmahnung kommen wird, ist unklar. Es steht aber fest, dass die Google-Home-Funktion in Deutschland bisher nicht verfügbar ist.

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